Tanz- und Trachtengruppe on Tour! - Auch nach 30 Jahren immer noch international unterwegs. Drucken
Geschrieben von: Susi Weyers   
Donnerstag, den 27. Juli 2017 um 19:17 Uhr

Es war mal wieder so weit, die Tanz- und Trachtengruppe hatte einen Auslandsauftritt in Prag bei den Prager Folklore Tagen. Am Donnerstag 20.07.2017 in aller Früh ging’s vom Mainzer Hauptbahnhof los. Mit dem ICE nach Nürnberg, weiter nach Cheb und weiter nach Prag. Eine Zugfahrt die ist lustig dachten wir uns noch in Mainz. Aber wir wurden eines besseren belehrt. Züge in Tschechien sind halt anders, aber der Service ist super, jeder bekam eine kleine Wasserflasche zum Trinken (manche auch zwei).


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In Prag wurden wir dann von einer jungen sehr aufgeschlossenen und lauffreudigen Dame empfangen. Der erste Satz war, wir laufen nur „kurz“ zur Straßenbahn. Endlich im Hotel angekommen dachten wir nur, so jetzt duschen und bisschen relaxen und ab ins Prager Nachtleben. Ja Pustekuchen! Unsere Reisebegleiterin Dominika gab uns nur 30 min. Strammen Schrittes ging‘s in die Zimmer unter die Duschen.


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Es sollte zu unserem ersten Abendessen gehen. Laut Dominika nicht weit von unserem Hotel entfernt, nur 20 min. laufen, das wurde zum beflügelten Wort von ihr. Naja, 20 min. ist ein dehnbarer Begriff, wenn man bedenkt, dass manche Tänzer mit Handicap die Reise angetreten haben. Gefühlt sind wir eine Stunde durch die wunderschöne Stadt Prag gelaufen, um dann in unserem Lokal anzukommen. Doscht! Schrien unsere Kehlen, jetzt en Schoppe, aber wie heißt Schoppe auf Tschechisch? Gut, dann halt auf Englisch erklären, was en Schoppe is. Aber siehe da, der nette Kellner sagte „Ah Weinspritz!“. Jawoll da isser, der Schoppe. Gestärkt wurden wir noch ein bisschen rumgeführt und dann ging’s ins Bett.


Nach einer für manche unruhige Nacht, aber gutem Frühstück, ging’s in voller Montur (Tracht) los zu unserem ersten Auftritt. Ach, nur kurz laufen, wie immer nur 20 min. An der Bühne angekommen, war das Programm schon im vollem Gang. Doscht! Ja, der doscht war unser Begleiter. Manche Bier, andere Wasser. Dann ging’s los, man waren wir nervös! 30 Jahre und immer noch keine Routine, nach fast perfektem Start und kleineren Richtungsproblemen war der Schluss grandios, der „Fliescher“ Flieger. Für Haxemer das Highlight. Auch das Publikum war begeistert.


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Danach ging’s zum Mittagessen, ja wie kann‘s anders sein, zu Fuß. Zurück ins Hotel und duschen, Tracht aus und kurze Sachen an. Und alles wieder im Laufschritt. Dominika hatte eine kleine Stadtführung mit uns vor, zu Fuß, na klar. Sie erklärte in einem perfekten Deutsch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Ein Muss, die Karlsbrücke, ganz schön lang. Da war er wieder, Doscht. Einige wollten sich an den vielen Kiosk’s nur schnell was holen. Das haben schon viele gesagt und kamen nie wieder. Und so war es, einer fehlte, wo war er? Panik, aber dank Smartphone alles kein Problem. Nach ca. 2 Stunden Rundgang wurden wir alleine losgelassen, Shoppen! Es gibt wunderschöne Läden in Prag. Jeder ging alleine zurück ins Hotel.


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Nächsten Morgen  (Samstag) um 08:45 Uhr in Tracht zu unserem nächsten Auftritt, aber erst der Trachtenumzug durch die Innenstadt von Prag. Der Zugmarschall vom Rosenmontagszug hätte seine helle Freude daran gehabt J Ach ja, laut Birgit sind wir am Freitag 25.000 Schritte gelaufen.


Nach dem Umzug ging‘s auf die Karlsburg, bisschen laufen, bisschen Straßenbahn. Endlich an der Reihe für unseren Auftritt, war dieser „Perfekt“. Nach einem gemeinsamen Abendessen mit fast allen Gruppen in einem Brauhaus war unser Pragtrip auch schon zu Ende. Nur noch 20 min. laufen und wir können ins Bett J


Sonntag 23.07.2017 ging’s zurück nach Haxem. Es war ein Schöner und anstrengender Ausflug. Und laut noch tanzenden Erstträger unserer Tracht genauso warm wie vor 30 Jahren.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 27. Juli 2017 um 20:30 Uhr